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Portfolio - Haubentaucher - Podiceps cristatus

 

Fotos 2016 - 2017 aus dem NSG am Goldberg und Anglerweiher

 

Die Krönung allerdings erlebte ich dann im Juli 2016 im gleichen Gebiet, dieses Mal wieder auf der Seite des Anglerweihers am Nordufer. Dort brütete zunächst unbemerkt ein Paar mitten auf einer Seeroseninsel, nur 15-20 Meter vom Ufer entfernt und ließ sich in keinster Weise dort stören. Die Tiere waren so gut getarnt zwischen den weißen Seerosen, das selbst wir, wohl mehrmals daran vorbei gelaufen waren, ohne es sofort zu bemerken. Ein relativ stark frequentierter Ort und das war das Besondere daran. Das Nest hatte zu der Zeit schon drei Eier die bebrütet wurden. In den darauf folgenden Tagen war ich immer wieder regelmäßig dort um den Schlupf der Küken nicht zu verpassen. Das Problem war ferner, dass wir nicht wussten, wie lange dort schon gebrütet wurde. Bei Haubentauchern beträgt diese Zeit etwa 23 Tage, vorausgesetzt man weiß wann die Eier gelegt wurden. Also blieb nichts anderes übrig als täglich zu kontrollieren. So schlüpften dann, etwa im Abstand von ein bis zwei Tagen, drei kerngesunde Küken. Wie bei vielen Wasservögeln können die Küken vom ersten Tag an schwimmen. Allerdings immer gut bewacht von den Eltern, was sie leider vor Räubern nicht unbedingt schützt. Häufig werden die Elterntiere auch als Taxi genutzt und es sieht zu schön aus, wenn sie oben drauf sitzen, oder aus den Schwingen heraus gucken. Sie sehen dann, mit ihrem schwarz-weißem Gefieder und dem roten Punkt auf dem Kopf, wie kleine Sträflinge aus. Erst nach mehreren Lebenswochen färben sie sich langsam um, wobei Kopf und Hals noch recht lange das Streifenmuster tragen, der Rest aber schon wie bei den Eltern, vollständig durchgefärbt ist. Eine schöne Geschichte erlebte ich zwischendurch am Anglerweiher. Dort hatten zwei Jungtiere das Licht der Welt erblickt und waren schon in der Umfärbung und dann auch schon alleine auf dem See unterwegs. Ich sah wie sich vorsichtig eines dieser Jungtiere dem Ufer näherte und versteckte mich auf dem Boden, hinter niedrigem Schilf. Dann fing ich bei Sichtkontakt an zu fotografieren. Der Kleine erschrak dermaßen, dass er im Wasser schier ausflippte und fürchterlich schrie. Ich weiß nicht wer von uns beiden mehr erschrak, auf jeden Fall könnt ihr dies auf den Fotos dieser Seite selbst sehr gut sehen. Alle Jungtiere im Jahr 2016 wurden erwachsen und waren dann im Herbst verschwunden, so wie sie das immer tun wenn sie erwachsen sind!