Portfolio - Binturong - Arctictis binturong

 

Alle Fotos 2011 - 2018 aus dem Zoo Vivarium Darmstadt

 

 

 Man kann schon sagen, nicht wirklich eine Katze, ein Bär oder Marder! Der Binturong ist eine Schleichkatze und gehört zur Familie der Viverridae. Aufgrund seines Aussehens hatte man diese Art früher den Bären zugeordnet und ihn auch Katzen- oder Marderbär genannt. Tatsächlich sind sie Raubtiere (Carnivora), wie der Wickelbär und gehören somit auch zu den einzigen höheren Säugetieren der alten Welt. Ihr Lebensraum sind überwiegend die dichten tropischen Regenwälder Südostasiens. Die Tiere sind relativ plump und langsam. Das stumpfe und sehr raue Fell ist lang, dunkelgrau bis schwarz gefärbt, lediglich der Kopf ist deutlich heller grau. Die weißen Tasthaare und dazu die stark behaarten Ohren sind charakteristisch für den Binturong. Als Unterart gehören sie zu übrigens zu den Palmrollern und sind gleichzeitig ihr größter Vertreter. Mit einer Kopfrumpflänge bis zu 90 cm und eine annähernd ebensolchen Schwanzlänge sind es schon recht große Burschen, die noch dazu sehr kompakt wirken. Verstärkt wird das noch durch die relativ kurzen Beine. Der Schwanz dient zudem als Greifinstrument und in Verbindung mit ihren großen Krallen, sind sie sehr gute Kletterer. Die beste Voraussetzung für einen nachtaktiven Baumbewohner. Ausgewachsene Tiere können ein Gewicht von ca. 14 bis zu 20 kg erreichen. Ihr Nahrungsspektrum ist sehr groß. Überwiegend leben sie allerdings von Früchten aller Art, verschmähen aber auch keine Kleinsäuger, Vögel, Eier, Fische und Insekten. Selbst Aas gehört zu ihrem Speiseplan. Die Tiere sind Einzelgänger und können untereinander schon mal heftig aneinander geraten. Gewöhnungsbedürftig ist ihr strenger Geruch, der an eine Mischung von Popcorn und Katzenurin erinnert. Tatsächlich beinhaltet der Urin der Marderbären den Stoff 2-Acetyl-1-Pyrrolin, der auch in Popcorn vorkommt. In manchen Regionen wird der Binturong als Haustier gehalten. Sie gelten als leicht zu zähmen und sollen dann auch sehr zutraulich sein. Wie alles was vier Beine hat, gilt ihr Fleisch in manchen Gegenden als Delikatesse. Teile der Tiere werden zudem in der TCM verwendet. Aufgrund des starken Rückgangs der Art, bedingt durch Lebensraumverlust und Jagd, wird der Bestand seit 2008 von der IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Vivarium in Darmstadt hat eine sehr schöne Gruppe dieser Tiere. Sie zu beobachten macht immer wieder Freude. Besonders interessant wird es, wenn man ihnen einmal täglich ihre gemischte Früchteplatte serviert. Aber dies seht ihr auch sehr gut auf meinen Fotos!