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Portfolio - Brauner Goldstirnklammeraffe - Ateles belzebuth hybridus

 

Alle Fotos 2015 aus dem Zoo Frankfurt am Main

 

 

Aufgrund ihrer Erscheinung, Gangart und Größe und ihres  Sozialverhaltens sind Klammeraffen Primaten. Zudem finden Primaten beim Zoo Besucher immer sehr viel Interesse und Akzeptanz. Um es gleich vorweg zu nehmen, die hier beschriebene Art ist laut IUCN "vom Aussterben bedroht!" und jede Zoohaltung mit Nachwuchs ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft und natürlich die Art. In den vergangenen 50 Jahren hat ihr Bestand in der Natur um 80 % abgenommen. Der Grund hierfür in erster Linie Lebensraumverlust, aber auch Bejagung. Einzelne Knochen werden zudem in der traditionellen Volksmedizin als Mittel gegen Malaria verarbeitet. Der Zoo Frankfurt am Main verfügt in seinem alten Affenhaus über eine sehr schöne Population und hat auch regelmäßig Nachwuchs. Die Tiere haben hier auch eine wunderschöne Freianlage mit natürlichem Baumbestand und einem Wassergraben. Der Name Klammeraffe bezieht sich im wesentlichen nicht auf die langen Arme allein, sondern vor allen Dingen auf den überdurchschnittlich langen Schwanz der Tiere. Dieser wird in erster Linie zum Klettern und als Haltewerkzeug verwendet, aber auch als Transportmittel. Mit ihren langen Armen, den Händen und ihren Füßen sind Klammeraffen ideale Baumbewohner, die auch in der Lage sind sich in großer Höhe zu halten und gleichzeitig Nahrung zu sammeln. Genau genommen heißt dies, dass sie am Schwanz hängend alle Viere frei haben um etwas zu tun. Klammeraffen gehören zu den großen Vertretern der Neuweltaffen und kommen im tropischen Teil Südamerikas, mit Schwerpunkt Kolumbien und Venezuela vor. Zwischen Männchen und Weibchen gibt es keine wesentlichen Größenunterschiede. Die Kopfrumpflänge liegt bei etwa 50 cm, die Schwanzlänge bei bis zu 80 cm und bis zu 10 kg Körpergewicht. Geschlechtsspezifisch gibt es eine Besonderheit. Die Klitoris der Weibchen ist Penisartig verlängert und der Penis, einschließlich des Skrotum der Männchen sehr klein und eher unauffällig. Die Farbe des Fell der Tiere ist am Kopf und den Körperseiten braun, der Rest des Körpers eher grau gefärbt. Zudem tragen diese Klammeraffen auf der Stirn einen weißen dreieckigen Flecken. So kann man sie sehr gut von anderen Arten unterscheiden. Ihre Ernährung besteht in erster Linie aus Früchten, Samen und Blättern. Allerdings fressen sie auch Erde, die sie aus Baumtermiten-Bauten heraus holen. Im Gegensatz zu anderen Primaten wie beispielsweise Kapuziner- und Brüllaffen können die Männchen hochagressiv sein.