Portfolio - Brillenpinguin - Spheniscus demersus - Opel Zoo Kronberg

 

Alle Fotos 2017 - 2019 aus dem Opel Zoo Kronberg

 

 

Wer hier glaubt in der Arktis zu sein liegt völlig falsch. Auch in Afrika gibt es Pinguine, allerdings sind Brillenpinguine, Spheniscus demersus, hier die einzige vorkommende Art. Wie alle Pinguin Arten leben und brüten sie küstennahen Kolonien. Brillenpinguine kommen an der südafrikanischen Küste, an der westafrikanischen Küste, den Inseln vor Angola und auf den Pinguin-Inseln vor Namibia vor. An der Südafrikanischen Ostküste findet man sie bei Natal bis rüber nach Mosambik. Schätzungen gehen derzeit allerdings nur noch von ca. 20.000 Individuen aus, wobei die Bestände seit 1979 erheblich geschrumpft sind. Damals waren es noch schätzungsweise bis zu 70.000 Vögel dieser Art. Die IUCN führt sie deshalb schon als gefährdetet. Die Vögel sind übrigens nur wegen der zunehmenden Fischerei in ihren Gewässern gefährdet. Aber auch hier ist es Lebensraumverlust und Nahrungsmangel die den Vögeln Probleme macht. In allen genannten Gebieten stehen sie heute unter strengem Naturschutz. Ihren deutschen Namen haben die Pinguine aufgrund eines rosa Flecks vom Schnabel an und um die Augen herum. Die Brillenpinguine sind auf der Bauchseite weiß gefärbt mit individuellen schwarzen Flecken. Das Gefieder des Rücken, der Vorderkopf, Scheitel, Kinn, Wangen und der Schnabel sind schwarz gefärbt. Die helle Unterseite soll die Tiere vor Fressfeinden wie Robben und Haie schützen, da sie diese Räuber im Wasser gegen den Himmel kaum sehen können. Brillenpinguine werden etwa 60 bis 70 cm groß und wiegen dabei bis zu 3 kg. Ihr durchschnittliches Alter beträgt etwa 20 Jahre. In Zoos erfreuen sie sich größter Beliebtheit und werden dort in koordinierten Zuchtprogrammen auch regelmäßig nachgezüchtet. Der Opel Zoo in Kronberg hat eigens für sie sehr viel Geld investiert und 2016 eine tolle neue Anlage für diese Vögel eröffnet. Auch hier gab es selbstverständlich schon Nachzuchten. Bei den Brillenpinguinen gibt es noch weitere Arten und Verbreitungsgebiete. Dazu gehören noch der Humbold-Pinguin, der Galapagos Pinguin und der Magellan-Pinguin. Alle genannten Arten gehören ebenfalls zur Familie der Brillenpinguine. Der Zoo Frankfurt am Main baut im Moment eine große Polaranlage für die Humbold-Pinguine, die in diesem Jahr noch eröffnet wird.