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Portfolio - Flachlandtapir - Tapirus terrestris

 

Alle Fotos 2012 - 2017 aus dem Zoo Vivarium Darmstadt

 

 

Seit etwa 50. Millionen Jahren durchstreifen Tapire lautlos die undurchdringlichen tropischen Regenwälder und flachen Ebenen Südamerikas. Sie machen das seit Urzeiten sehr geschickt und sichern so ihr eigenes Leben vor Fressfeinden, wie Bären, Großkatzen und Riesenschlangen. Heute ist ihr größter Feind der Mensch, der nach und nach ihren Lebensraum zerstört, so das Tapire heute leider auch schon zu den gefährdeten Arten gehören. Unaufhaltsam fallen ihre Wälder aus wirtschaftlichen Interessen, ohne Rücksicht auf diese Jahrmillionen alten Kreaturen. Es geht nur noch um Edelhölzer, allerlei Bodenschätze und um Platz zu schaffen für Farmen und Monokultur Plantagen und Raum für weitere menschliche Ansiedelung. In weiten Teile Südamerikas sind es auch die gigantischen Angus Rinderzuchten, die diesen und anderen Kreaturen Schritt für Schritt den Garaus machen. Tapire sind Unpaarhufer die schon bis 250 cm Länge und 120 cm Höhe erreichen können. Dabei wiegen die Tiere dann bis zu 400 Kg, wobei hier die Weibchen größer und schwerer werden können, wie die Männchen. Eine Verwandtschaft mit Schweinen und Elefanten ist natürlich unmöglich, auch wenn es manches Mal so aussieht, allerdings mit Nashorn und Pferd, absolute Realität. Sicher ist auch, dass sie zu den ältesten, noch lebenden Säugetier Familien gehören. Somit ist der Flachlandtapir etwa 40.000 Jahre auf der Erde. Flachlandtapire sind strenge Vegetarier und absolut nachtaktiv. Im Schutz der Dunkelheit suchen die fast lautlosen Tiere nach Früchten, Gräsern, Wasserpflanzen und Blättern aus Bäumen und Büschen. Hier kommt ihnen dann ihre verlängerte Nase, die lange kräftige Zunge und ihr beweglicher Greifrüssel zu Gute. Dazu haben die Tiere ein Pflanzenfresser Gebiss das wie ein Mahlwerk funktioniert und es gibt fast nichts pflanzliches, was sie nicht fressen. Tapire leben tagsüber gut versteckt im Unterholz und meiden auch große Hitze. Dafür gehen sie außerordentlich gerne ins Wasser und suchen dort auch Schutz und Kühlung. Sie sind außerdem außerordentlich gute Schwimmer, die sogar tauchen können. Natürlich wird ein Ausflug ins Wasser immer auch dazu genutzt, sich mit frischen Wasserpflanzen zu versorgen. Tapire sind grundsätzlich Einzelgänger, außer in der Paarungszeit. Um ihre Reviere zu verteidigen gehen sie bis zum äußersten. Normalerweise sind sie aber friedliche und umgängliche Tiere und kommen mit Menschen gut zurecht. Allerdings wenn sie unruhig werden und eine Panik aufkommt, können sie schon unberechenbar reagieren. Der Zoo Vivarium in Darmstadt pflegt Flachlandtapire mit großem Erfolg und beteiligt sich an einem Zuchtprogramm für diese Art.