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Portfolio - Helmkasuar - Casuarius casuarius

 

Alle Fotos 2013 - 2014 aus dem Zoo Frankfurt am Main

 

 

 Der Helmkasuar ist der drittgrößte Laufvogel der Erde und kommt gleich nach dem Afrikanischen Strauß und dem großen Emu. Allerdings kommen diese Tiere nur im Nordosten Australiens (Queensland) und in Neuguinea vor. Diese muskulösen Vögel können eine Höhe von 170 cm erreichen und sind, außer in der Paarungszeit, absolute Einzelgänger. In dieser Zeit sind sie recht unverträglich untereinander und können auch ziemlich aggressiv reagieren. Typische Geschlechtsunterschiede gibt es bei ihnen nicht, die Weibchen sind nur etwas größer als die Männchen. Normalerweise leben sie nur in den tropischen Regenwäldern Australiens, kommen aber wegen Lebensraumverlust und Zerstückelung ihres Habitats immer häufiger auch in besiedelten Gebieten vor. Weitere Probleme ihrer Existenz sind wild lebende Schweine, die ihre Gelege fressen und der Straßenverkehr, durch den immer wieder Kasuare zu Tode kommen. Ähnlich wie es bei den Australischen Riesenkängurus der Fall ist, durch so genannte Road Kills. Dies ist auch der Grund dafür das man sie in der Vergangenheit immer häufiger auf Farmen, Feldern und in Gärten beobachten kann. Da sie aber immer wieder unberechenbar reagieren können, sollte man sie nicht füttern und immer einen gewissen Sicherheitsabstand halten, da sie den Ruf haben, "die gefährlichsten Vögel der Welt zu sein!". Besonders die dritte dolchartige Innenkralle ist rasiermesserscharf und eine unter Umständen tödliche Waffe. Mit einem Gewicht bis zu 70 Kg und den kräftigen Beinen kann ihre Gestalt Gegner schon sehr beeindrucken. Wie viele Helmkasuare es noch gibt ist sehr widersprüchlich, die Zahlen schwanken zwischen 2.000 und etwa 10.000 Individuen, mit derzeit stark abnehmender Tendenz. Ihr Nahrungsspektrum sind in erster Linie Früchte aller Art und Pilze, aber auch kleine Wirbeltiere, Wirbellose, Vögel und Eier gehören dazu. Während der Trockenzeit legen die Männchen in flachen Erdkuhlen ihre gut getarnten Nester an, in die das Weibchen etwa 3 bis 8 dunkelgrüne oder grünlich blaue Eier legt und dann einfach weiter zieht. Kasuare betreiben nämlich Vielmännerei und die Männchen kümmern sich ausschließlich um Brut und Aufzucht der Jungen, während das Weibchen schon wieder vom nächsten Hahn gedeckt wird...! Denke das wird den Frauen die das lesen ganz besonders gefallen, denn in der Regel ist es ja eher umgekehrt! Nach ca. 8 Wochen schlüpfen die hübschen, schwarz gestreiften Jungtiere, die erst mal weiterhin in der Obhut des Hahn bleiben, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben. Neuste Zahlen belegen das es "nur" in Australien höchstens noch 2000 Helmkasuare gibt. Der Frankfurter Zoo, wo ich meine Aufnahmen hierzu machte, hat häufig Nachwuchs dieser gefährdeten Vogelart, zuletzt in 2018!